Eternit
Logis 125

Referenzobjekt

Logis 125

Barbara Hofmann betreibt seit Herbst 2011 ein kleines Gästehaus in Gamlitz in der Südsteiermark. Mit dem Bau wurde Ende Jänner 2011 begonnen, nach sechsmonatiger Bauzeit wurde das Haus eröffnet.

koeberl doeringer architekten haben die Merkmale der ortstypischen Bauweise - Satteldach und langgestreckter schmaler Baukörper - aufgegriffen und diese neu interpretiert. Die Dacheindeckung und Fassadenverkleidung aus schwarzen Eternitplatten umkleiden in lebendiger Struktur das Gebäude und nehmen Bezug auf die zum teil ursprünglichen Cach- und Wandverkleidungen aus Holzschindeln. Das optisch verbreiterte, giebelseitig zurückgesetzte Hanggeschoss als kompletter Sichtbetonbau, interpretiert den für die Region typischen Weinkeller neu und ist bewusst roh belassen.

Ein optimales Raumklima für die Gäste zu schaffen war Ziel des Haustechnikkonzeptes. Die Räume werden mit minimalem Energieaufwand beheizt und können bei Bedarf auch gekühlt und belüftet werden. Die auf dem Dach des Hauses integrierte thermische Solar- und Photovoltaikanlagen dienen zur Warmwasserbereitung und zur Beheizung. Die Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrungen unterstützt das System als Wärmequelle.

Die vier Gästezimmer in Maisonettenform mit Schlafgalerien orientieren sich nach Süden. Der Loungebereich, sowie die im Untergeschoss integrierte Zone der Sinne, sind nach Westen ausgerichtet und geben den Blick frei über die hügelige Landschaft des Naturparks Südsteierisches Weinland. So wird die Gastfreundschaft der Betreiberin und die Stimmung der Region interpretiert und eine warme, luftige und angenehme Atmosphäre mit tollen Ein- und Ausblicken geschaffen.

Auf dem Sockelgeschoss aus Sichtbeton liegt der nach Westen auskragende Baukörper mit Satteldach. Dieser ist komplett mit schwarzen kleinformatigen Eternitplatten verkleidet. Für die Dachverkleidung wurde die Platte „xl format rechteck 60/40“ in Doppeldeckung gewählt. Dieselbe kam für die lebendig strukturierte Fassade zum Einsatz. Als Unterkonstruktion dient eine hölzerne hinterlüftete Lattung auf gedämmter Massivbauwand. Die vertikale Lattung hat einen Achsabstand von 20,2 cm. Der Reihenabstand der aufgebrachten Platten beträgt 16 cm. Für die unregelmäßig verspringenden Unterkanten wurden die Platten vor ort konfektioniert. Die plastische Wirkung und Anordnung der Platten wurde vorher am Muster entwickelt. Wenn der farblich abgestimmte Sonnenschutz heruntergelassen wird, bildet dieser mit der Eternit-Fassade eine Einheit.

Produkt

DD XL 60/40 Individuell

Architekt

koeberl doeringer passau

Bauherr

Barbara Hofmann

Fertigstellung

2011

Fotograf

Martin Duckek, Ulm

Objektbericht

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